Trekking in der Everest- Region
Zu Beginn steht ein kurzer Aufenthalt in Kathmandu mit freier
Gestaltung oder geführten Be-suchen der sehenswerten Stätten der
Stadt und deren Umfeld.
Dann Flug nach Lukla (2805m), dem Ausgangsort der Khumbu-Region,
für alle Trekker, die mit dem Flugzeug einreisen. *1) Dort Treff
mit den Trägern, Führern etc.
Von hier aus startet dann die erste Etappe, die uns nun auf
dem Hauptweg entlang großer Sherpadörfer mit prächtigen Häusern
in einem beständigen Auf und Ab bis in die Orte Phak-ding bzw. Monjo
führt, wo wir übernachten werden.
Kurz hinter Monjo (Check des Trekking-Permit) betreten wir nun endgültig
den Sagarmatha Nationalpark und wandern durch Nadel- und Rhododendrenwälder,
über die Hillary-Brücke, dann steil bergauf bis nach Namche Bazar
(3450m). Namche Bazar der Haupt- und Handel-sort der Sherpas der
Khumbu-Region mit seinem samstäglichen Markt, Ausgangsort für jeden
Bergsteiger in der Region, ist unser erster Ruhe- und Verschnaufpunkt
der Tour. Hier haben Sie Zeit, um sich den Ort in aller Ruhe und
auf eigene Faust anzusehen und die ersten herrli-chen Blicke auf
die Eisberge des Thamserku (6623m), Kang Taiga (im Osten) und des
Khatang (6853m) im Westen zu werfen.
Am folgendem Tag werden wir zur besseren Höhenanpassung
einen Tagesausflug nach Thame mit seinem gleichnamigen, herrlich
gelegenen Kloster auf 3800m Höhe machen.
Nach einer weiteren Nacht leitet uns der Pfad über einen
kleinen Umweg nach Khumjung, wo wir auf dem Weg auch das berühmte
Everest-View-Hotel besuchen. Von dort haben wir ein grandioses Panorama,
mit Blick auf den charakteristischen Ama Dablam (6865m), Lhotse
(8501m), Nuptse (7879m), Pumori (7145m) und den Mount Everest (8848m).
Nach einigen weiteren Stunden erreichen wir dann das einzigartig
gelegene und weit bekannte Himalaya-Kloster Thyangboche (auch:Tengboche)
in 3870m Höhe, wo zu entsprechenden Zeiten religiöse Festivitäten
mit Maskentänzen stattfinden.
Von Thyangboche bzw. von Namche Bazar aus sind nun grundsätzlich
3 Touren möglich:
-
Die Hauptroute zum Everest-Base-Camp, Kala Pattar (von uns
aber nicht favorisiert)
-
Gokyo (Gokyo Valley, Gokyo Lakes, Gokyo Ri 5360m)
-
Chhukung Ri, Chhukung (zwischen Nuptse/Lhotse - Gletschern
gelegen) - direkt an den Südabstürzen der Eiswelt des Lhotse
mit Besteigung des Imja Tse (Island Peak 6189m) (optional)
A. Everest-Base-Camp, Kala Pattar
Von Thyangboche wandert man in mehreren Tagen über Pheriche (4243m,
Akklimatisa-tionstag einlegen; einzige Druckkammer/Arztstation der
Gegend), Lobuche (4923m) bis nach Gorak Shep (5288m, mit der höchstgelegenen
Lodge/Übernachtungsmöglichkeit). Dies ist nun unser letzter Stützpunkt.
Von hier aus gehen wir entlang des Gletschers zum Everest-B.C.,
dem Ausgangspunkt unzähliger Everest-Expeditionen, umgeben von den
gewaltigen Khumbu-Eisbrüchen. Von Gorak Shep aus werden wir auch
den technisch problemlosen Kala Pattar (5545m) besteigen, einen
echten Aussichtsberg. Von hier aus kann man einen traumhaften Blick
auf Everest, Eisbrüche und Gletscher werfen. Hinter uns der 7145m
hohe Pumori.
Rückweg in einigen Tagen über Namche Bazar nach Lukla. (Dies
Tour wird von uns aber nicht favorisiert, da sehr stark überlaufen
!)
B. Gokyo (Valley, Lakes and Gokyo Ri 5360m)
Von Thyangboche stets bergab/bzw. von Namche Bazar bergauf bis
man auf den Dudh Kosi ("Milchfluß") trifft. Durch dieses wunderschöne
Flußtal, zerklüftete Landschaft mit märchenhaften Rhododendrenwäldern
und alten Baumbeständen geht es dieses tiefeinge-schnittene Tal
beständig und schweißtreibend bergauf bis nach Macherma in 4410m
Hö-he. Diese hochgelegene Siedlung bildet den Übergang zur Hochgebirgslandschaft
und ist Übernachtungspunkt nach diesem Teilstück, das uns
wohl bisher am meisten Durchhal-tekraft gekostet hat.
Von dort verläuft der Pfad weiter über den Hochgebirgskessel von
Pangkha, wo wir bereits von weitem eine beeindruckende Mauer aus
Schuttmoränen der Gletscherlandschaften sehen, die später zu überwinden
sind.
Gleich hinter diesen steilen Moränenhängen erreichen wir den ersten
der Seen von Go-kyo. Nachdem wir hier schlagartig in die Hochgebirgswildnis
des Himalayas eingetaucht sind, ist es nur noch - nun bereits immer
mit dem beeindruckenden Bild des Cho Oyu-Massives im Blick - ein
kurzer Weg bis zum Ende des letzten der drei Seen (Dudh Pokhari),
wo dann auch Gokyo Ressort liegt. Gokyo Ressort (4800m), die allerletzte
Ansammlung von Häusern und Lodges werden wir nun als Übernachtungsgelegenheit
für die nächsten Nächte nutzen. Nach ausgedehnter Regeneration
von den Strapazen können wir dort die herrliche Umgebung genießen
und uns einfach Zeit zum Ausspannen und Akklimatisieren lassen.
Es bietet sich auch ein Spaziergang auf die riesige Gletschermoräne
an, die den Ort und die Seen vom dem dahinterliegenden Gletscher
trennt. Hier kann man -gerade am späten Nachmittag das beeindruckende
Knacken und Krachen des Gletschers hören.
Von Gokyo Ressort aus besteigen wir auch den technisch nicht
schwierigen Berg Gokyo Ri, der uns auf den höchsten Punkt unserer
Tour führt (5360m). Von hier haben wir wohl den gewaltigsten Blick
in der ganzen Region auf eine Vielzahl der 8000-er. Unmittelbar
im Norden vor uns der Cho Oyu (8153m), direkt unter uns vom Cho
Oyu kommend die Gletscherwelt des Ngozumb- und Lungsampagletschers.
Jenseits davon das Gebiet von Mt. Everest (8848m) , Lhotse (8501m)
und in weiter Entfernung die Pyramide des Makalu (8481m).
Nach dem Abstieg aus dieser phantastischen Welt der traumhaften
Rundblicke bleibt uns nur noch der mehrtägige Rückweg über
die bereits bekannten Pfade nach Lukla.
C. Chhukung Ri 5545m an den Südabstürzen des Lhotse und Island
Peak 6189m
Vom Kloster Thyangboche wandern wir in einigen Tagen über Dingboche
- zur Höhen-anpassung mit einem Abstecher über Pheriche (4243m)-
bis zum Ort Chhukung in 4730m Höhe. Dort übernachten wir. Zur Akklimatisation
gehen wir von dort aus auf den Chhukung Ri (5545m). Hier sitzen
wir direkt vor den Südabstürzen des Lhotses (8501m) und genau zwischen
den beiden Gletschern von Nuptse und Lhotse.
Wir haben einen sagenhaften Blick, u.a. auf den Island Peak und
Ama Dablam (6865m) im Süden. Bis hierher sind außer entsprechender
Höhentauglichkeit, umsichtiger Akklimatisation und sehr guter konditioneller
Verfassung noch keine bergsteigerischen Schwierigkeiten zu bewältigen.
Von Chhukung aus kann nun, falls gewünscht und entsprechendes Zusatzpermit
für den Berg vorhanden , der Imja Tse (Island Peak 6189m) bestiegen
werden. Dies ist dann jedoch eine durchwegs anspruchsvolle bergsteigerische
Hochtour, für die entsprechende persönliche Voraussetzungen
erforderlich sind.
Vom Ort Chhukung aus bzw. von der letzten Lodge des Tales wird mit
Zelt und den not-wendigsten Ausrüstungsgegenständen über ein Basis-
bzw. Zwischenlager der schneeüberzogene Gipfel des Island Peak in
2 bis 3 Tagen erreicht. (Wetterabhängig, evtl. Zusatztage !)
Von dort hat man dann einen überwältigenden Blick auf die Gipfel
der Sechs-,Sieben-, und Achttausender, die sich ringsum auftürmen.
Rückweg wieder über die bekannten Wege nach Namche Bazar
und Lukla.
*1) Für diejenigen, die nicht mit dem Flugzeug einreisen möchten,
ist es möglich mit dem Bus bis nach Jiri (1800m, Stadt - hat selbst
aber auch eine kleine Flugpiste ) zu fahren und von dort zu starten.
Durch das interessante Mittelland Nepals geht es in ca. 6 Tagen
bis nach Lukla. Für Leute, die die erforderliche Zeit und Absicht
haben, sich nicht nur den hochgelegenen Teil Nepals anzusehen, ist
dies auf jeden Fall empfehlenswert.
Von Lukla dann entsprechend dem Rückflug nach Kathmandu,
wo dann wiederum 2-4 Tage zur Regeneration eingeplant werden
sollten: Teile der Touren bzw. einzelne Touren können im dem Gebiet
in vielfacher Weise kombiniert bzw. verbunden werden.
Zeitrahmen: Zwischen 16 und 31 Tagen ist fast alles möglich,
die Tourenwahl ist abhängig von den individuellen Teilnehmerwünschen
Zeitangaben: sind jeweils ohne die Tage zu Beginn
und Ende in Kathmandu und ausreichend bemessen (eine Sicherheitsreserve
für den Berg kann ja auch als "Abschlußtag" in Lukla genutzt werden
)
- Jiri - Lukla, für diejenigen die etwas durchs interessante Mittelland
wollen, ca. 6 Tage
- Lukla-Namche Bazar-Thame-Thyanboche-Gokyo Ri, Tour B, 12-13
Tage
- Lukla-Namche Bazar-Thame-Thyangb.-E.BaseCamp/Kala Pattar, Tour
A ,13-14 Tage
- Lukla-Namche Bazar-Thame-Tyang.-Chukkung-Island Peak, Tour C,
14-16 Tage
Es können natürlich auch nur Teile von Touren begangen werden
z.B. nur bis Namche. Thame bis Thyangboche - eine richtig
schöne Wanderung, auch für Leute geeignet, die nicht ganz so hoch
aufsteigen wollen und Nepals Bergwelt genießen möchten. Es kann
aber auch nach Belieben kombiniert werden, z.B.: Chukkung Ri
(ohne Island Peak) und anschließend in fast entgegengesetzter
Richtung noch der Gokyo-Trek.
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