Kathmandu
Über tausend Jahre lang ist Kathmandu, gelegen am
alten Karawanenweg zwischen Indien und Tibet, ein überschaubares
Handelszentrum gewesen. Inzwischen frißt sich die Stadt ungebändigt
in das umliegende Tal.
In Nepals Hauptstadt zeigt sich, wie friedlich unterschiedliche
Glaubensgemeinschaften zusammenleben können. Hindus ehren im
Tempelkomplex von Pashupatinath heilige Kühe, Sadhus demonstrieren
für Touristen ihre Manneskraft und gläubige Buddhisten
wiederum messen den Rundweg um den Stupa von Bodnath mit ihren Körpern
ab.

Kathmandu besitzt so viele Plätze für einen Höhenrausch.
Im Westen der Stadt, hoch auf einem Hügel mit wolkenlosem Blick
auf das Tal, steht das Bönpo- Kloster. Eine Heimat des Bön-
Mystizismus, der vielleicht entrücktesten Religion auf diesem
Erdteil. Urglaube Tibets, Vorläufer des buddhistischen Lamaismus,
auf unheimliche Weise dem Weltbild des Weißen Mannes verschlossen.
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